John Lewis-Stempel „Ein Stück Land“ (2014)

Sonntagmorgen. Ich sitze bei einer ersten Kanne Tee und lese „Ein Stück Land“ von John Lewis-Stempel. Im Buch ist gerade Sommer. Lewis-Stempel mäht seine Wiese von Hand, weil der Balkenmäher kaputt ist. Eine berührende Schilderung der Freude und zugleich der Mühe dieser Arbeit. Lewis-Stempel mag sein Land. Es gibt ihm Ruhe und Kraft. Das ist … Mehr John Lewis-Stempel „Ein Stück Land“ (2014)

Robin Wall Kimmerer „Geflochtenes Süßgras“ (2013)

1Robin Wall Kimmerer taucht in „Geflochtenes Süßgras“ tief in die Geschichte der indigenen Völker Nordamerikas ein. Sie macht an vielen Beispielen deutlich, auf welche Weise indigene Völker die Natur um sie herum wahrnehmen und mit ihr leben. Im Gegensatz zu den europäischen Einwanderern verstanden die Ureinwohner sich als Teil der Natur, von der sie Nahrung … Mehr Robin Wall Kimmerer „Geflochtenes Süßgras“ (2013)

Susanne Wiborg „Bin im Garten“ (2013)

1Meine Liebe zur Natur kommt aus dem Wald. Aber das Lesen über die Natur begann erst mit Büchern über den Garten. Es waren auch ein paar ToDo-Bücher dabei, aber schon immer mag ich lieber die erzählenden Gartenbücher. Eines davon ist „Bin im Garten“ von Susanne Wiborg. Im Nachhinein wird mir nun klar, dass ich das … Mehr Susanne Wiborg „Bin im Garten“ (2013)

Zurück auf dem erdigbraunen Feldweg

… merke ich wie sehr mich die winterliche Aura Schnees umhüllt hatte. Der erste Gedanke dazu war sogar „gefangen genommen“, aber das stimmt nicht. Es ist kein Fesseln, kein Festhalten gegen den eigenen Willen. Es geschieht unmerklich und folgt der eigenen Faszination. Erst jetzt, bei der Rückkehr in den beginnenden Frühling, wird klar, wie besitzergreifend … Mehr Zurück auf dem erdigbraunen Feldweg

Noch immer ist es Winter (Hasenstrauch 3)

Ein zweites Mal mache ich mich auf die Suche nach dem fehlenden Stück meiner Vorstellung zwischen Silberberg und Knüllköpfchen. Noch immer ist es bitterkalt. Doch heute fast ohne Schnee. In sonniger Kälte läuft es sich viel angenehmer als über verschneiten Weg. Ganz gleich wie pittoresk Schneelandschaften auf Fotos aussehen. Und doch dauert es eine ganze … Mehr Noch immer ist es Winter (Hasenstrauch 3)

Nicht jedes Buch mit Natur ist NatureWriting – Heiða Guðný Ásgeirsdóttir und Smilla Jaspersen

Ich möchte gerne über Heida schreiben, weil ich es beeindruckend finde, was sie erreicht hat und weil ich die Landschaften in Nordeuropa mag. Beim Lesen finde ich einige Vergleiche zu den Büchern, die ich schon vorgestellt habe:– Heida kämpft und renoviert ihren Hof wie James Rebanks in „Mein englisches Bauernleben“.– Sie hat den Mut, auch … Mehr Nicht jedes Buch mit Natur ist NatureWriting – Heiða Guðný Ásgeirsdóttir und Smilla Jaspersen

Olivia Laing „Zum Fluss“ (2011)

Olivia Laing schreibt einfach drauflos. Ich bin überrascht wie sehr sie aus einer ganz alltäglichen Ich-Perspektive schreibt. Bei meinen eigenen Texten bin ich oft unsicher, wie sehr ich das ICH benutzen kann. Muss der Text nicht einen Plot haben und muss der Erzähler nicht diese und jene Eigenschaften und Perspektiven einbeziehen? So erlebe ich es … Mehr Olivia Laing „Zum Fluss“ (2011)

Der Puderzuckerschnee knirscht unter meinen Schritten

Es ist Winter geworden. Ein tiefer kalter Wintertag. Die Sonne glitzert im Schnee. Große blättrige Schneekristalle säumen den Weg. Ich erkunde ein neues Puzzleteil für meine Knüllwanderungen. Damit ich nicht jedes Mal den Weg wieder von vorne laufen muss, habe ich mir eine leicht erreichbare Zwischenstation gesucht. Von dort laufe ich das verbleibende Stück zur … Mehr Der Puderzuckerschnee knirscht unter meinen Schritten

Ilga Eger „Ein Jahr im Garten“ (2007)

Schon immer faszinieren mich Bücher, denen es mit den ersten Sätzen, den ersten zwei, drei Seiten, gelingt eine Stimmung so mit Worten lebendig werden zu lassen, dass ich nicht nur diese Worte lese, sondern selbst mitten in der geschilderten Szene bin. Solch ein Buch ist Ilga Egers „Ein Jahr im Garten“. Wer nach den ersten … Mehr Ilga Eger „Ein Jahr im Garten“ (2007)

Novemberherbst

Der Novemberherbst hat sich eingeschlichen. Statt milder Herbstsonne und letztem Picknick gibt es immer öfter nebeltrübe und frostige Tage. Heute ist also die Zeit für die depressive Seite des Herbstes, denke ich mir. Bis ich – nach ausführlichem Frühstück und der zweiten Kanne Tee – allerdings losgehe, ist der morgendliche Frost verschwunden und selbst der … Mehr Novemberherbst

Kraniche

Den ganzen Tag schon höre ich die Zugvögel, ohne sie auch tatsächlich zu sehen. Langsam frage ich mich, ob ich sie wirklich da sind, in der Luft über mir, oder ob nur ich sie höre. Der Tag und der blaue Himmel passen perfekt zu einem Schwarm Kraniche. In einem weitgeschwungenen Pfeil ziehen sie ihre Bahn … Mehr Kraniche

Ich schaue dem Laub beim Fallen zu

Ein breiter langer Weg durch den Wald. Schon dick mit buntem Laub bedeckt. Ich bleibe stehen und schaue dem Laub beim Fallen zu. Ich höre, wie es ganz sacht auf dem Boden ankommt. Vorsichtig, um nicht alles gleich plattzutrampeln, gehe ich weiter und halte nach besonderen Exemplaren Ausschau. Ohne groß nachzudenken, suche ich nach den … Mehr Ich schaue dem Laub beim Fallen zu

Wegweiser

Die Kennzeichnung des Weges ist auf ein minimalistisches X reduziert. Es findet sich verlässlich an Abzweigen und anderen unklaren Stellen. Die Zeichen sind also da. Es fragt sich nur ob ich mich auch daran halte. Zuhause, beim Planen, ist es ganz logisch. Aber jetzt im Wald? Der Weg zweigt doch ganz eindeutig nach rechts ab. … Mehr Wegweiser

Käsebrote als Entfernungsangabe für Wanderwege

„Rinnetalblick 2,7 Km“, das war die letzte Entfernungsangabe, an der ich vorbeikam. Dann wird dies jetzt das angekündigte Rinnetal sein. Auch wenn ein konkreter Hinweis auf das erreichte Ziel fehlt. Insgesamt bin ich etwa eine Stunde und geschätzte fünf Kilometer unterwegs. Ich bin froh, dass ich nun nach dem mitgebrachten Käsebrot greifen kann. Eine Bank … Mehr Käsebrote als Entfernungsangabe für Wanderwege

Naturzeit

1 Schnell, schnellVor zwei Wochen war ich schon einmal hier. Eine blühende Bergwiese mit Blick übers weite Land. Die Wiese voller Blüten, aber ich ohne die Muße, auf die Eindrücke zu warten. Ich hatte nicht verstanden, wie besonders dieser Ort, diese Zeit ist. Heute nun der zweite Anlauf. Schnell, schnell, damit ich Schönheit der Landschaft … Mehr Naturzeit

Ferne Straße

In der Ferne sehe ich eine Straße. Von hier aus nur durch die Autos zu erkennen, die sich wie Ameisen auf dem Streifen neben den regelmäßig angeordneten Bäumen bewegen. Von wo nach wo führt sie? Ich bin nicht sicher. Wahrscheinlich habe ich sie heute selbst benutzt. Die Straßenkarte habe ich im Kopf. Ich weiß, wie … Mehr Ferne Straße

Langsamkeitsrausch

Eineinhalb Stunden bin ich nun unterwegs. 90 Minuten für eine Strecke von 2,5 Kilometern. Steinige Wege, einige Anstiege, ein paar Fotos, allerlei Notizen. Das, was sonst in 2 Minuten vor dem Autofenster vorbeifliegt, habe ich nun in der 50-fachen Zeit mit eigenen Schritten durchquert. An einer Kreuzung, einer ganz normalen Landstraßenkreuzung, bleibe ich lange stehen, … Mehr Langsamkeitsrausch

Seitenwechsel – Raus aus dem Strom

Drei Bäume eng beieinander. Ein freundliches Bild. Eigentlich. Auto an Auto durchquert das Bild. Statt die Ruhe der Bäume zu genießen, pulsiert der Verkehr. Die Straße zwischen mir und den Bäumen reißt alle paar Sekunden einen neuen Gedanken mit sich fort. Treibt ihn um die nächste Kurve und weiter fort, fort, fort. Noch vor wenigen … Mehr Seitenwechsel – Raus aus dem Strom

James Crowden „Der gefrorene Fluss“ (1976 / 2020)

James Crowen beschreibt in „Der gefrorene Fluss“ eine seiner Reisen in das entlegene Zanskar-Tal im Himalaya, sowie eine Karawane zu Fuß auf dem gefrorenen Fluss als einzigem im Winter möglichen Verkehrsweg aus dem Tal heraus. Das Buch ist 2020 erschienen und beschreibt die Zeit von 1976.Ich war noch nie in Indien, dem Himalaya oder gar … Mehr James Crowden „Der gefrorene Fluss“ (1976 / 2020)

Annie Dillard „Pilger am Tinker Creek“ (1971)

Annie Dillard wird 1945 im amerikanischen Pittsburgh geboren. Sie studiert Anglistik und schreibt 1968 ihre Abschlussarbeit über Henry David Thoreaus „Walden“(1). 1971 beschließt sie nicht nur „über“, sondern „wie“ Thoreau zu schreiben. Dafür sitzt sie in ihrem „anchor-hold“. So werden Eremitenklausen in ihrer Heimat, den Blue Ridge Mountains im amerikanischen Bundesstaat Virginia, genannt. Ihr Buch … Mehr Annie Dillard „Pilger am Tinker Creek“ (1971)

John Alec Baker „Der Wanderfalke“ (1967)

VorwortIch lese ich gerne Vor-/Nachworte und Einleitungen. Oft tragen sie zum Inhalt oder Verständnis bei. In einem dieser Vorworte ist mir auch Bakers „Wanderfalke“ begegnet. Das Buch wurde als die maßgebliche Referenz für das moderne Nature Writing angegeben. Die Einleitung von Robert Macfarlane geht in eine ähnliche Richtung und ich erwarte nichts weniger als den … Mehr John Alec Baker „Der Wanderfalke“ (1967)

Verloren (Hochmoor 3)

Die Kiefern stehen in einem Meer aus Wollgras. Der Wind, der Steg und ich. Sonst ist hier niemand. Sonne und Wolken legen im Wechsel andere Stimmungen über den Blick.Sonne: Abgeschieden und ungewohnt, aber nicht feindlich.Wolken: Düster, unwirtlich und verloren.Ein Ort an dem Wanderer lautlos verschwinden. Mit Glück findet der Suchtrupp nach Tagen die rote Wanderjacke. … Mehr Verloren (Hochmoor 3)

Schauen (Hochmoor 2)

Eine mürrisch braun vertrocknete Ebene mit weißen Wattetupfen als surreale Dekoration. Sobald die Sonne kurz hinter den Wolken verschwindet, hat die Landschaft etwas verlassen Gruseliges. Wie lässt sich die Stimmung hier festhalten? Noch ein Foto? Und zu Hause blicke ich dann sehnsüchtig zurück und sage, wie gerne ich dort noch einmal wäre? Weshalb erst zu … Mehr Schauen (Hochmoor 2)

Vielfalt (Hochmoor 1)

Ich verlasse das wimmelnde Bunt der zahllosen Frühsommerblüten. Die Holzbohlen des Weges geben meinem Schritt Verlässlichkeit. Dicke, regelmäßige Bretter, von Wind und Wetter abgeschliffen. Rechts und links neben mir ein Wald aus Birken. Der Weg mitten hindurch. Kühler, leiser als auf der Wiese. Haben Blüten und Gräser und Farben einen Klang? Wie viel stiller es … Mehr Vielfalt (Hochmoor 1)

Gavin Maxwell „Ein Ring aus hellem Wasser“ (1960)

Gavin Maxwell beschreibt die Zeit, die er an der schottischen Westküste erlebt hat, aus der Perspektive der Lebenserinnerungen. Er bezieht 1950 ein sehr einsam gelegenes Haus, das er selbst herrichtet und möbliert. Er lässt allerdings auch vieles aus. Was genau er nun erlebt hat, und wie das Leben dazwischen aussah, erfährt der Leser nicht. Über … Mehr Gavin Maxwell „Ein Ring aus hellem Wasser“ (1960)

Die große Wiese

Die große Wiese auf dem Weg zum Schwarzen Moor ist einer meiner Lieblingsplätze. Die Wiese wimmelt vor Bunt. Die Grundfarbe ist das Gelb des Scharfen Hahnenfußes. Dazu überraschend viel Braun und Rosa. Braun nicht als verdorrte Pflanzen oder kahler Boden. Es sind Gräser, deren Spitzen die braunen und rosafarbenen Farbtöne beisteuern. Gleich auf den ersten … Mehr Die große Wiese

Waldschreiben

Ungefragt tauchen Worte und Gedanken auf. Als hätten sie in den Baumwipfeln und selbst zwischen den Brennnesselbüschen gesessen und darauf gewartet, dass ich eine Rast einlege und sie mich umschleichen können. So ist Schreiben im Wald. Wie mag es den Stadtschreibern gehen, die ihre Worte zwischen Betonritzen und im Straßenlärm aufspüren müssen? Ich bin froh, … Mehr Waldschreiben

Fabulieren auf den Fabelwegen des Naturpark Knüll

Der Fernblick ins Rinnetal und das Hexenhäuschen, zwei meiner Schreib-Orte im Stadtwald Lichte. Beide liegen an den neuen Fabelwegen des Naturparks Knüll. Ich beginne damit, meinen Plan vom NaturSchreiben umzusetzen: Ich wandere und schreibe einfach hier, anstatt von fernen Regionen zu träumen und die NaturAutoren, die dort schreiben können zu beneiden.

Hexenhäuschen

In „meinem“ Wald komme ich oft an einer kleinen Hütte vorbei. So lange ich diesen Wald nun schon kenne, noch nie habe ich Leben in dieser Hütte gesehen. Vielleicht ist sie verhext und zeigt sich jedem Wanderer auf andere Weise. In Carla Schneiders „Reise in den Norden“ gibt es genau solch eine Hütte mit wechselndem … Mehr Hexenhäuschen

Zuflucht

Immer wieder entdecke ich kleine Holzhütten. Ein Unterschlupf aus gesammelten Ästen. Wer baut sie? Ganz nah am Wegesrand und doch eine eigene Welt. Ein frischer Farn wächst geschützt im Inneren. Als ich lange und still genug sitze sehe ich einen Baumsämling. Drei weitere. Vier. Klappernde Wanderstöcken und gakelnde Stimmen voll Alltagsgeplapper tönen vom Waldweg hinüber. … Mehr Zuflucht

Baumkinder – Wald ist so viel mehr als Grün

Plötzlich neben mir ein ganzer Wald an jungen Bäumen. Je näher ich heranschleiche, desto schlechter lässt sich die Horde photographieren. Je näher ich heranschleiche, desto mehr Details entdecke ich. Bäumchen halb so groß, wie der Farn um sie herum. Bäumchen, die gerade doppelt so hoch sind, wie das Moos aus dem sie hervorwachsen. Aber trotzdem … Mehr Baumkinder – Wald ist so viel mehr als Grün

Waldbewohner

Sobald ich stehenbleibe, um etwas genauer anzusehen oder Notizen zu machen, höre ich Bienengesumm. Oft recht scheue Tiere, die das Weite suchen, kaum, dass ich sie nicht nur höre sondern auch sehe. Gibt es spezielle Waldbienen und -Hummeln? Eine Schnecke ändert sofort ihre Richtung als ich einen Meter vor ihr stehenbleibe, um sie anzuschauen. Die … Mehr Waldbewohner

Wald

In meinem Kopf ist Wald der Ausdruck für Natur, für dem Wetter verbunden oder ausgesetzt sein, je nach Sonne oder Regen. Für unberührt. Sich selbst überlassen. Der Ort für mir unbekannte Tiere und Geräusche. Der Ort für Schutz, Geborgenheit aber auch für furchtsame Abende, wenn es dunkel wird und ich allein in der offenen Schutzhütte … Mehr Wald

Alfred Wainwright „A pictorial guide to the Lakeland Fells“ (1958)

Ich bin durch die außerordentlichen Postkarten von Colin Baxter und die beeindruckende Malerin, Autorin und Naturschützerin Beatrix Potter auf den Lake District aufmerksam geworden. Erst später habe ich auch Alfred Wainwright und seine Wanderführer „A pictorial guide to the Lakeland Fells“ entdeckt. A pictorial guide to the Lakeland Fells ist eine bisher nur auf Englisch … Mehr Alfred Wainwright „A pictorial guide to the Lakeland Fells“ (1958)

Und wieder hat jemand ein tolles Buch über seine Wanderung quer durch Irgendwo geschrieben…

Ach, könnte ich doch auch bloß durchs Irgendwo wandern. Aber ich wohne ja in Deutschland, da gibt es keinen Wainwright-Trail[1] und ich kann nicht einfach mal wochenlang durch den Yosemite Nationalpark laufen.„Ja dann lauf eben hier rum!“„Hier rumlaufen? Zu was soll denn das gut sein?“„Na, glaubst Du etwa, entlang der Penninen zu laufen wäre eine … Mehr Und wieder hat jemand ein tolles Buch über seine Wanderung quer durch Irgendwo geschrieben…

Nan Shepherd & Tilda Swinton – „The living mountain“ als Hörbuch

Something moves between me and it. Place and mind may interpenetrate till the nature of both is altered. I cannot tell what this movement is except by recounting it.Es gibt Augenblicke, in denen ein Kontakt zwischen dem Berg und mir entsteht. Der Ort und mein Geist durchdringen sich gegenseitig, bis beider Natur verändert ist. Ich … Mehr Nan Shepherd & Tilda Swinton – „The living mountain“ als Hörbuch

„Der lebende Berg“ : Mit Nan Shepherd durch die Cairngorm Mountains (1945 / 1977)

Einige Tage nachdem ich mir Robert Macfarlanes Einleitung erarbeitet habe, stelle ich mir ein improvisiertes schottisches Picknique zusammen, Scones, Teekanne und Erdbeer-Pfefferminz-Marmelade, setze mich an den knisternden Kamin und beginne Nan Sheperds „Der lebende Berg“ noch einmal von vorn. „Der Sommer auf dem Hochplateau kann köstlich wie Honig sein, ebenso eine drückende Heimsuchung. Für die, … Mehr „Der lebende Berg“ : Mit Nan Shepherd durch die Cairngorm Mountains (1945 / 1977)

Vorhang auf für den Salbeigarten

1Geplagt von der Dürre des letzten Sommers blieb unter der Felsenbirne nach der Zeit, die einmal Winter genannt wurde, nur eine vertrocknete Fläche. Der Teppich aus einst weißen Waldmeistersternen wurde zu einem staubig raschelnden Gestrüpp und die abgestorbenen Farnwedel legten sich als schützende Decke über die verwitterten Wurzelstöcke der Totholzecke. Doch es beginnt sich zu … Mehr Vorhang auf für den Salbeigarten

Nan Sheperd: „Der lebende Berg“ – Eine erste Begegnung

Ich hatte gerade Annie Dillards „Pilger am Tinker Creek“ beendet, als mir immer wieder Nan Shepherds „Der lebende Berg“ begegnete. Ich war skeptisch ein weiteres hochgelobtes Buch aus dem gleichen Verlag zu lesen. Auch der Titel „Der lebende Berg“ erschien mir nicht sonderlich reizvoll. Ein Bericht über Elise Wortley, die auf den Spuren von Nan … Mehr Nan Sheperd: „Der lebende Berg“ – Eine erste Begegnung

Emily Carr „Klee Wyck – Die, die lacht“ (1941)

Emily Carr war eine kanadische Malerin. Sie lebte von 1871 bis 1945. In ihrem Buch „Klee Wyck“[1] beschreibt sie zahlreiche Besuche in bewohnten oder auch bereits verlassenen Dörfern der First Nations an der kanadischen Westküste. Das „offizielle“ Thema des Buches sind ihre Gemälde der Totempfähle und ihre Begegnungen mit den Angehörigen der First Nations[2]. Doch … Mehr Emily Carr „Klee Wyck – Die, die lacht“ (1941)

Henry Beston „Das Haus am Rand der Welt“ [The outermost House (1928)]

Der KlappentextSeptember 1926. Henry Beston bezieht ein kleines Holzhaus am Meer, das er sich im Jahr zuvor hat bauen lassen, um dort seinen Urlaub zu verbringen. Geplant waren zwei Wochen, doch er bleibt ein ganzes Jahr; ein Jahr, in dem er seine Umwelt auf sich wirken lässt, sie untersucht und auf diese Weise verstehen lernt. … Mehr Henry Beston „Das Haus am Rand der Welt“ [The outermost House (1928)]

Mauersegler und Holunderblüte – Die Sommerboten

Die Mauersegler sind da! Die Flugkünstler, die allabendlich mit ihrem Sriih-Sriih um die Hausecken fegen, sind aus ihrem Winterquartier zurück! Ende April dachte ich noch darüber nach, ob der Winter endlich vorbei ist, und es Zeit für die Freilandaussaat ist, aber nun sind meine ganz persönlichen Sommerboten wieder da. Seit ich entdeckte, dass wir nicht … Mehr Mauersegler und Holunderblüte – Die Sommerboten

Neuzugänge willkommen

Am Wegesrand liegt ein verlassener Baumrumpf. Gefällt, zerteilt und liegengelassen. Ein vertrocknender Rest, den die Holzfäller, die heute wahrscheinlich eher Forstfachangestellte heißen, zurückgelassen haben. Vielleicht war der LKW schon zu schwer, um noch mehr aufzuladen. Vielleicht ist das Holz zu wertlos, dass sich die Mühe lohnt. Alles Gedanken, die in meinem Kopf herumstöbern während der … Mehr Neuzugänge willkommen

Der Wald blüht

Die verschiedensten Waldrandsträucher blühen gerade. Der Schwarzdorn ist sogar schon verblüht. Der Weißdorn beginnt gerade erst. Vieles andere, das ich (noch) nicht benennen kann versorgt die Wildbienen mit Nektar und eilige Autofahrer mit einem Lächeln. Bitte verzeiht, namenlose Blütengehölze, dass ich euch nicht besser ansprechen kann. Im Wald drinnen, weit weg vom Gehölzrand, blüht es … Mehr Der Wald blüht

Mit dem Wind eilt das Grün herbei

In Windeseile hat sich das karge Braun des Waldbodens in einen grünen Teppich verwandelt. In „Windeseile“, wirklich? In der menschlichen Sprache klingt es so lautmalerisch. Aber wer weiß das schon so genau, ob der Wind tatsächlich etwas mit dem Grün des Waldbodens zu tun hat. Genauso das „sich verwandelt“. Das klingt nach einem offiziellen Beschluss … Mehr Mit dem Wind eilt das Grün herbei