Eva Goris & Claus-Peter Hutter „Federleicht“ (2022)

„Federleicht“ vom Autorenteam Eva Goris und Claus-Peter Hutter ist ein literarisches Sachbuch mit persönlicher Note. Das Buch schildert mehrere Monate im Leben eines konkreten Spatzen und bindet gesonderte Kapitel zur Historie und der Biologie mit ein.Für die Puristen des Nature Writings entspricht „Federleicht“ sicherlich nicht dem geforderten Maß an „Geschichte der menschlichen Naturaneignung“. Wahrscheinlich ist … Mehr Eva Goris & Claus-Peter Hutter „Federleicht“ (2022)

Gerald Klamer „Der Waldwanderer“ (2022)

Am Anfang bin ich begeistert: Welch ein Unterschied zu anderen Wald- und Naturbüchern! Ja, Gerald Klamer läuft im Wald herum, wie andere Autoren auch. Doch sein Blickwinkel ist ein gänzlich anderer. Hier läuft ein Forstwissenschaftler. Einer, der sich auskennt, welcher Baum, wo wie gut wächst und welche Schäden die Bewirtschaftung des Waldes hinterlässt. Nach 60 … Mehr Gerald Klamer „Der Waldwanderer“ (2022)

James Rebanks „Mein englisches Bauernleben“ (2021)

James Rebanks beschreibt in „Mein englisches Bauernleben“ sehr anschaulich, wie er versucht, den Hof seiner Eltern aus einer harten Vergangenheit in eine wirtschaftlich profitable Zukunft zu bringen und gleichzeitig dabei die Fehler der modernen Agrarindustrie zu vermeiden. Gerade für einen Nicht-Bauern ist es lehrreich zu sehen, wie viel zu bedenken ist, was geht und was … Mehr James Rebanks „Mein englisches Bauernleben“ (2021)

Nancy Campbell „Fünfzig Wörter für Schnee“ (2020)

Ich habe das Buch im Spätsommer zufällig entdeckt und sofort gekauft – allein schon wegen des schönen Covers. Aber dann legte ich es zur Seite, bis es kalt genug wurde, um ein Schneebuch zu lesen. Seit Ende November war es nun durchgehend kalt genug und an manchen Tagen lag sogar etwas Schnee. Nach zwei ausgefallenen … Mehr Nancy Campbell „Fünfzig Wörter für Schnee“ (2020)

James Canton „Biografie einer Eiche“ (2020)

In „Biografie einer Eiche“ beschreibt James Canton über den Zeitraum von etwa zwei Jahren seine Gedanken und Erlebnisse zu verschiedenen Eichen.Etwas weniger Absolutheitsanspruch (Weisheit der Eichen und sonst keine anderen Bäume) hätten dem Buch gutgetan. Auch werden als Quellen eher Gedichte aus dem 15 Jahrhundert verwendet und kaum Studien der aktuellen Forschung. Gibt es in … Mehr James Canton „Biografie einer Eiche“ (2020)

Robert Macfarlane „Im Unterland“ (2020)

Endlich lese ich nun ein Buch des „großen“ Robert Macfarlane. Er ist wirklich einer der präsentesten Naturschreiber und wenn das Buch eines talentierten Neulings beworben werden soll, dann bekommt es ein Vorwort von Robert Macfarlane.Nach zahlreichen anderen Büchern bin also auch ich bei ihm angekommen. Nicht dass ich ihn auf meiner Leseliste mutwillig nach hinten … Mehr Robert Macfarlane „Im Unterland“ (2020)

Helen Macdonald „Abendflüge“ (2020)

1Im Vorwort beschreibt Helen Macdonald den Begriff der Wunderkammer: Im 16. Jahrhundert in Mode gekommene Sammlungen von sehr unterschiedlichen Dingen, die gemeinsam in einem verzierten Holzkasten aufbewahrt wurden und von den Betrachtern nicht nur von Ferne angesehen wurden (wie in heutigen Museen), sondern mit allen Sinnen ertastet, erfühlt und gewogen wurden. Genau solch eine Wunderkammer … Mehr Helen Macdonald „Abendflüge“ (2020)

Lucy F. Jones „Die Wurzeln des Glücks“ (2020)

Lucy F. Jones zeigt auf vielfältige Weise, wie die Natur uns Menschen körperlich und geistig gesund erhält. Eigentlich sind die Zusammenhänge klar und deutlich. Dennoch zeigt sie ebenso klar auf, wie schwer wir Menschen uns damit tun, die heilende Wirkung eines Waldspaziergangs oder selbst eines Großstadtparks anzuerkennen. Ist es wirklich berechtigt, dass Ärzte für die … Mehr Lucy F. Jones „Die Wurzeln des Glücks“ (2020)

Dara McAnulty „Tagebuch eines jungen Naturforschers“ (2020)

Mit nur 14 Jahren fing Dara McAnulty an, dieses Buch zu schreiben. Ein Buch, in dem ungewöhnliche Sätze wie „Mein Inneres explodiert, Worte schießen in mich hinein, hageln herab“ vorkommen, aber auch zahlreiche mir bisher unbekannte Vogelarten und Geheimverstecke für Erinnerungen.Das Buch ist in Jahreszeiten unterteilt und beginnt mit dem Frühling. Die Naturerlebnisse der einzelnen … Mehr Dara McAnulty „Tagebuch eines jungen Naturforschers“ (2020)

John Lewis-Stempel „Im Wald – Mein Jahr im Cockshutt Wood“ (2018)

Zu fast jedem Tag macht Lewis-Stempel seine Notizen. Alles liest sich sehr unaufdringlich. Wie nebenbei berichtet er, welche Tiere ihm begegnet sind und was sonst so los war in seinem Wald.   Doch von Anfang an: Eigentlich sitze ich am Frühstückstisch und um mich herum beginnt langsam der neue Tag. Ich mag es, den Tag … Mehr John Lewis-Stempel „Im Wald – Mein Jahr im Cockshutt Wood“ (2018)

Nancy Campbell „The Library of Ice” (2018)

Ein ganz anderes Schreiben über Natur und ein so beeindruckendes Buch! Auf eine Einleitung mit persönlichen Erlebnissen als Museumsschreiberin in Upernarvik folgen Expeditionsberichte vom Südpol und der Nordwestpassage, aber auch ein wissenschaftliches Kapitel über Robert Boyle (1626–1692) und dessen wissenschaftlichen Forschungen zum Thema Eis. Nancy Campbell schreibt in erster Linie über Eis – und doch … Mehr Nancy Campbell „The Library of Ice” (2018)

John Lewis-Stempel „Das geheime Leben der Eule“ (2017)

„Das geheime Leben der Eule“ ist ein schmaler Band von gerade einmal 103 Seiten, der sich an einem Wochenende lesen lässt. Der eigentliche Text beginnt auf Seite 11. Dazu gibt es zahlreiche leere Seiten und eigene Blätter für den Kapitelanfang. Es mögen also etwa 70 Seiten Text bleiben. Die Eule ist das erste einer ganzen … Mehr John Lewis-Stempel „Das geheime Leben der Eule“ (2017)

Robert Macfarlane „Karte der Wildnis“ (2017)

Der Ausgangspunkt des Buches ist der Blick über eine Landschaft, die immer mehr von Industriegebieten, Neubausiedlungen und Umgehungsstraßen geprägt wird. Grünflächen jedweder Art sind auf dem Rückzug. Sie verschwinden aus den verschiedensten Gründen. Wobei es in diesem Buch nicht um die „gute Natur“ und das „böse Industriegebiet“ geht. Es ist eine neutrale Feststellung: Natur wird … Mehr Robert Macfarlane „Karte der Wildnis“ (2017)

Malachy Tallack „60 Grad Nord“ (2016)

Schon als 16-jähriger hat Malachy Tallack den Traum, dem 60. Breitengrad, der die Shetland-Inseln durchquert, so lange um die Welt zu folgen, bis er wieder auf den Shetlands ankommt. In seinem Buch „60° Nord“ beschreibt er die Reise, die er schließlich entlang dieses Breitengrades unternommen hat.Es bleibt unklar, wie viele Jahre zwischen dem Traum und … Mehr Malachy Tallack „60 Grad Nord“ (2016)

Robin Wall Kimmerer „Geflochtenes Süßgras“ (2013)

1Robin Wall Kimmerer taucht in „Geflochtenes Süßgras“ tief in die Geschichte der indigenen Völker Nordamerikas ein. Sie macht an vielen Beispielen deutlich, auf welche Weise indigene Völker die Natur um sie herum wahrnehmen und mit ihr leben. Im Gegensatz zu den europäischen Einwanderern verstanden die Ureinwohner sich als Teil der Natur, von der sie Nahrung … Mehr Robin Wall Kimmerer „Geflochtenes Süßgras“ (2013)

Susanne Wiborg „Bin im Garten“ (2013)

1Meine Liebe zur Natur kommt aus dem Wald. Aber das Lesen über die Natur begann erst mit Büchern über den Garten. Es waren auch ein paar ToDo-Bücher dabei, aber schon immer mag ich lieber die erzählenden Gartenbücher. Eines davon ist „Bin im Garten“ von Susanne Wiborg. Im Nachhinein wird mir nun klar, dass ich das … Mehr Susanne Wiborg „Bin im Garten“ (2013)

Olivia Laing „Zum Fluss“ (2011)

Olivia Laing schreibt einfach drauflos. Ich bin überrascht wie sehr sie aus einer ganz alltäglichen Ich-Perspektive schreibt. Bei meinen eigenen Texten bin ich oft unsicher, wie sehr ich das ICH benutzen kann. Muss der Text nicht einen Plot haben und muss der Erzähler nicht diese und jene Eigenschaften und Perspektiven einbeziehen? So erlebe ich es … Mehr Olivia Laing „Zum Fluss“ (2011)

Ilga Eger „Ein Jahr im Garten“ (2007)

Schon immer faszinieren mich Bücher, denen es mit den ersten Sätzen, den ersten zwei, drei Seiten, gelingt eine Stimmung so mit Worten lebendig werden zu lassen, dass ich nicht nur diese Worte lese, sondern selbst mitten in der geschilderten Szene bin. Solch ein Buch ist Ilga Egers „Ein Jahr im Garten“. Wer nach den ersten … Mehr Ilga Eger „Ein Jahr im Garten“ (2007)

James Crowden „Der gefrorene Fluss“ (1976 / 2020)

James Crowen beschreibt in „Der gefrorene Fluss“ eine seiner Reisen in das entlegene Zanskar-Tal im Himalaya, sowie eine Karawane zu Fuß auf dem gefrorenen Fluss als einzigem im Winter möglichen Verkehrsweg aus dem Tal heraus. Das Buch ist 2020 erschienen und beschreibt die Zeit von 1976.Ich war noch nie in Indien, dem Himalaya oder gar … Mehr James Crowden „Der gefrorene Fluss“ (1976 / 2020)

Annie Dillard „Pilger am Tinker Creek“ (1971)

Annie Dillard wird 1945 im amerikanischen Pittsburgh geboren. Sie studiert Anglistik und schreibt 1968 ihre Abschlussarbeit über Henry David Thoreaus „Walden“(1). 1971 beschließt sie nicht nur „über“, sondern „wie“ Thoreau zu schreiben. Dafür sitzt sie in ihrem „anchor-hold“. So werden Eremitenklausen in ihrer Heimat, den Blue Ridge Mountains im amerikanischen Bundesstaat Virginia, genannt. Ihr Buch … Mehr Annie Dillard „Pilger am Tinker Creek“ (1971)

John Alec Baker „Der Wanderfalke“ (1967)

VorwortIch lese ich gerne Vor-/Nachworte und Einleitungen. Oft tragen sie zum Inhalt oder Verständnis bei. In einem dieser Vorworte ist mir auch Bakers „Wanderfalke“ begegnet. Das Buch wurde als die maßgebliche Referenz für das moderne Nature Writing angegeben. Die Einleitung von Robert Macfarlane geht in eine ähnliche Richtung und ich erwarte nichts weniger als den … Mehr John Alec Baker „Der Wanderfalke“ (1967)

Alfred Wainwright „A pictorial guide to the Lakeland Fells“ (1958)

Ich bin durch die außerordentlichen Postkarten von Colin Baxter und die beeindruckende Malerin, Autorin und Naturschützerin Beatrix Potter auf den Lake District aufmerksam geworden. Erst später habe ich auch Alfred Wainwright und seine Wanderführer „A pictorial guide to the Lakeland Fells“ entdeckt. A pictorial guide to the Lakeland Fells ist eine bisher nur auf Englisch … Mehr Alfred Wainwright „A pictorial guide to the Lakeland Fells“ (1958)

„Der lebende Berg“ : Mit Nan Shepherd durch die Cairngorm Mountains (1945 / 1977)

Einige Tage nachdem ich mir Robert Macfarlanes Einleitung erarbeitet habe, stelle ich mir ein improvisiertes schottisches Picknique zusammen, Scones, Teekanne und Erdbeer-Pfefferminz-Marmelade, setze mich an den knisternden Kamin und beginne Nan Sheperds „Der lebende Berg“ noch einmal von vorn. „Der Sommer auf dem Hochplateau kann köstlich wie Honig sein, ebenso eine drückende Heimsuchung. Für die, … Mehr „Der lebende Berg“ : Mit Nan Shepherd durch die Cairngorm Mountains (1945 / 1977)

Emily Carr „Klee Wyck – Die, die lacht“ (1941)

Emily Carr war eine kanadische Malerin. Sie lebte von 1871 bis 1945. In ihrem Buch „Klee Wyck“[1] beschreibt sie zahlreiche Besuche in bewohnten oder auch bereits verlassenen Dörfern der First Nations an der kanadischen Westküste. Das „offizielle“ Thema des Buches sind ihre Gemälde der Totempfähle und ihre Begegnungen mit den Angehörigen der First Nations[2]. Doch … Mehr Emily Carr „Klee Wyck – Die, die lacht“ (1941)

Henry Beston „Das Haus am Rand der Welt“ [The outermost House (1928)]

Der KlappentextSeptember 1926. Henry Beston bezieht ein kleines Holzhaus am Meer, das er sich im Jahr zuvor hat bauen lassen, um dort seinen Urlaub zu verbringen. Geplant waren zwei Wochen, doch er bleibt ein ganzes Jahr; ein Jahr, in dem er seine Umwelt auf sich wirken lässt, sie untersucht und auf diese Weise verstehen lernt. … Mehr Henry Beston „Das Haus am Rand der Welt“ [The outermost House (1928)]

Henry David Thoreau „Walden oder Ein Leben in den Wäldern“ (1854)

Ich vermute einmal, dass jeder, der sich mit dem Themen „Leben mit der Natur“ beschäftigt früher oder später auf Henry David Thoreaus „Walden oder Ein Leben in den Wäldern“ trifft. Jedes Mal wenn mir in den letzten 10 Jahren dieses Buch begegnet ist, wurde eine andere Facette vorgestellt aber letztlich waren es immer Begeisterung und … Mehr Henry David Thoreau „Walden oder Ein Leben in den Wäldern“ (1854)

Alphonse Karr „Reise um meinen Garten“ (1845)

„Die Reise um meinen Garten“ ist ein Roman in 66 Briefen. Der Erzähler Stephen ist überrascht und anfangs auch verärgert, dass sein Freund zu einer weiten Reise aufbricht. Um es dem Freund nachzutun und selbst auch zu verreisen, begibt sich Stephen auf eine Reise durch seinen Garten. Dabei entdeckt er viel Wundersames und ist überzeugt, … Mehr Alphonse Karr „Reise um meinen Garten“ (1845)

Heinrich Heine „Reisebilder erster Teil: Die Harzreise“ (1826)

Im Jahre 1824 macht Heinrich Heine eine ausgedehnte Reise von Göttingen über den Brocken im Harz nach Weimar [1]. Der Rückweg führt ihn über Eisenach und Kassel zurück nach Göttingen. Eine Strecke von etwa 500 Kilometern. Einen Teil davon fährt er mit der Postkutsche, aber weite Strecken geht er zu Fuß. Den Anfang der Reise … Mehr Heinrich Heine „Reisebilder erster Teil: Die Harzreise“ (1826)

Alexander von Humboldt „Ansichten der Natur“ (1808)

Bei meiner Beschäftigung mit dem Nature Writing begegnet mir immer wieder der Hinweis auf Alexander von Humboldt und sein Buch „Ansichten der Natur“. Thoreau und Emerson betonen, dass Humboldt eine neue und ganzheitliche Sichtweise der Natur aufzeigt. Ich möchte verstehen, was an diesem Buch so besonders ist, und fange an zu lesen…  Laut Klappentext war … Mehr Alexander von Humboldt „Ansichten der Natur“ (1808)