Waldschreiben

Ungefragt tauchen Worte und Gedanken auf. Als hätten sie in den Baumwipfeln und selbst zwischen den Brennnesselbüschen gesessen und darauf gewartet, dass ich eine Rast einlege und sie mich umschleichen können. So ist Schreiben im Wald.

Wie mag es den Stadtschreibern gehen, die ihre Worte zwischen Betonritzen und im Straßenlärm aufspüren müssen?

Ich bin froh, dass ich ein Waldschreiber bin. Die gelegentlichen Spaziergänger und ihre KommstDuWohlHer-Hunde lasse ich ihres Weges ziehen. Dann höre ich wieder den Gräsern zu.

Lichte, Naturpark Knüll, Juli 2022


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