
Die ersten zwei Kilometer von Hülsa zum Knüllköpfchen kenne ich mittlerweile bei ganz unterschiedlichen Witterungen. Heute hat der Winter das Land endgültig freigegeben, aber seine Spuren sind trotzdem noch sichtbar. Eis und Frost brechen den Belag des Weges auf. Jedes Jahr ein wenig mehr. Die Risse schlängeln sich durch den Asphalt wie ein Regenwurm in Super-Slowmotion. Irgendein Traktor, ein Jagdpächter oder ein verirrter Tourist gibt den letzten Anstoß. Die Risse schließen sich zusammen, die Asphaltdecke bröselt und, während ich begeistert nach jeder einzelnen Blüte blicke, stolpere ich über den freigelegten Schotter.
Naturpark Knüll / Hülsa, Mai 2023