Eine Sammlung von Wanderwochenenden auf matschigen Wegen.
Als ich die Beschreibung las, dachte ich sie würde den gesamten Weg wandern. So als Wanderung mit Übernachtungen und sich auf den Weg machen und nach zahlreichen Tagen am Ziel ankommen. Dem ist leider nicht so. Katherine May macht immer wieder Wochenendausflüge zu dem Küstenweg „South West Coast Path“. Sie lässt sich von ihrem Mann an den Startpunkt der Etappe für den jeweiligen Tag fahren. Dort wandert sie los und schimpft auf den matschigen Weg und auf die steilen Anstiege. Irgendwann ist sie vom Regen durchnässt, weil sie viele ihre Ausflüge im Winter macht. Dann ruft sie ihren Mann an, der sie an einem Pub entlang der Strecke wieder einsammelt.

Wenn es nicht um den Matsch geht, gibt es lange Einschübe darüber, warum sie ihr Leben so schlimm findet. Das ist bei den ersten interessant. Auf Dauer ist es extrem mühsam, immer wieder neu zu lesen, welche Situation in Kindheit, Jugend, Schule, Studium, Privatleben auf welche Weise für sie schrecklich war.
„Ohne meine Wanderungen hätte ich nicht verstanden was ich bin“. Dieser Satz fasst das Buch gut zusammen. Er zeigt aber auch, dass dieses Buch zwar für Katherine May wichtig ist, es aber für den Leser nur wenig Erkenntnis gibt.