Auf dem Hochrhöner rund um die Rhön – Tag 5: Was denkt die Natur über Wanderer?

Der letzte Morgen serviert mir das allergruseligste Frühstück auf meiner Wanderung. Da hilft auch viel Orangensaft nichts mehr. Selbst die Abreise ist mühsam. Die Wirtin erklärt völlig selbstverständlich, dass der Rechner etwa 10 Minuten braucht, bis er startklar ist und sie die Rechnung ausdrucken kann. Nur weg von hier! Das Ziel meiner Rhönrunde rückt in … Mehr Auf dem Hochrhöner rund um die Rhön – Tag 5: Was denkt die Natur über Wanderer?

Auf dem Hochrhöner rund um die Rhön – Tag 4: Die Worte warten in der Landschaft

Es ist das erste Mal, dass ich vom Frühstück überhauptgarnichts mitnehmen kann. Ob die Familie selbst auch latschige Aufbackbrötchen vom Discounter isst? Die Oma des Hauses ist als Bewacherin für mich abgestellt. Aber vielleicht ist auch der Rest der Familie froh, dass sie sie Mal eine halbe Stunde los sind und sie ihre alten Geschichten … Mehr Auf dem Hochrhöner rund um die Rhön – Tag 4: Die Worte warten in der Landschaft

Auf dem Hochrhöner rund um die Rhön – Tag 3: Die Anstrengung zermalmt die Muße

Am nächsten Morgen bringt die Vermieterin mir einen Korb mit vielseitigem und sehr reichhaltigem Frühstück. Es ist wirklich alles dabei, was man sich wünschen kann. Damit bin ich den ganzen Tag versorgt! Nach den 25 Kilometern gestern, habe ich heute nur ein kurzes Teilstück von nur 15 Kilometern bis zur nächsten Unterkunft. In der Region … Mehr Auf dem Hochrhöner rund um die Rhön – Tag 3: Die Anstrengung zermalmt die Muße

Auf dem Hochrhöner rund um die Rhön – Tag 2: Lange Wege brauchen gute Proviantplanung

Ich habe fürchterlich geschlafen. Eigentlich habe ich sogar den Eindruck, ich hätte gar nicht geschlafen. Aber das Teekochen mit dem Tauchsieder klappt. Das nimmt mir einen Stein von der Seele. Eine Teepause ist für mich so tröstlich und kraftspendend, dass ich sehr bedrückt losgelaufen wäre, wenn ich ohne gutgefüllte Teekanne laufen müsste. Das Frühstück ist … Mehr Auf dem Hochrhöner rund um die Rhön – Tag 2: Lange Wege brauchen gute Proviantplanung

Auf dem Hochrhöner rund um die Rhön – Tag 1: Unterwegssein statt Schlendern und Schauen

Der Hochrhön-Fernwanderweg Der Hochrhöner ist ein Fernwanderweg, der die Rhön in Süd-Nord-Richtung von Bad Kissingen nach Bad Salzungen durchquert (176 km) Wikipedia. Alternativ kann man den Hochrhöner auch als Rundweg von der Wasserkuppe über Milseburg, Tann, Schwarzes Moor, Heidelstein, Rotes Moor zurück zur Wasserkuppe laufen (87 km). Ich werde auf dem Hochrhöner-Rundweg einmal rund um … Mehr Auf dem Hochrhöner rund um die Rhön – Tag 1: Unterwegssein statt Schlendern und Schauen

Draußenleben

1Es ist bereits Anfang Juni, als ich das erste Mal unterwegs bin. Endlich. Das ist meine Art des Draußenlebens. Unterwegssein in meiner Region. Das ist es, wofür ich den Bürojob aufgegeben habe. Ein kleiner Rucksack mit Tagesgepäck, also Tee, Kekse, Notizbuch – hauptsächlich. Und dann raus in den Knüll.Der Winter war auch gut. Ich habe … Mehr Draußenleben

Alcock Tarn (Unterwegs im Lake District)

Wordsworth und die Coffin RouteEin trüb verregneter Sonntagvormittag. Ich verbringe viel Zeit damit, den Ofen anzufeuern, was trotzdem nicht gelingt. Ich habe keine Anzünder mehr und auch Pappe und Papier sind aufgebraucht. Mir selbst ist gar nicht so kalt, aber ich würde gerne die Schuhe trocknen. Pappe ist noch im Auto. Kleines Holz und Papier … Mehr Alcock Tarn (Unterwegs im Lake District)

On my way to Loughrigg Fell (My first Wainwright)

While hiking in the Lake District, I was constantly enveloped in English. Every signpost was in English. Every hiker I met spoke English. So, it happened that I began to speak and think in English as well. Some of the sentences of this text just created themselves in my mind while I walked and I … Mehr On my way to Loughrigg Fell (My first Wainwright)

Mit Wainwright zum Loughrigg Fell (Unterwegs im Lake District)

RydalMeine Hütte in Rydal Hall ist ein unglaubliches Idyll. Selbst Thoreau würde vor Neid erblassen – und sogleich eine weitere Schimpftirade schreiben, dass niemand versteht, so zu leben wie er.Meinen ersten Nachmittag im Lake District nutze ich für einen Ausflug zur Rydal-Cave. Ich habe diese Höhle erst in Wainwrights „Central Fells“ entdeckt. Als ich vor … Mehr Mit Wainwright zum Loughrigg Fell (Unterwegs im Lake District)

Local Wilderness

1The pavement disappears and wild greenery spreads out, before I even reach the outskirts. The book “The Wild Places” comes to mind. It is Robert Macfarlanes search for the last wilderness in Great Britain. After many extreme and remote hikes, he no longer finds the wilderness only at the farthest reaches of the sea, but … Mehr Local Wilderness

Die Wildnis vor der Haustür

1Noch bevor ich auch nur das Ortsschild erreiche, verschwindet der Bürgersteig und wildes Grün macht sich breit. Mir fällt dazu das Buch „Die Karte der Wildnis“ ein. Robert Macfarlane beschreibt darin seine Suche nach der letzten Wildnis Großbritanniens. Nach vielen extremen und entlegenen Wanderungen findet er die Wildnis nicht mehr nur am äußersten Meer, sondern … Mehr Die Wildnis vor der Haustür

Im Schwarzen Moor

Es ist verrückt, dass ein einzelner Tag, den ich in der Rhön verbringe, so ein besonderes Ereignis ist. Wenn schon nicht jeder Tag besonders sein kann, so sollte das Besondere dennoch in Wirklichkeit das Normale sein – auch wenn es nicht häufig ist. Das Alltägliche und Belanglose braucht auch seinen Platz. Aber im Kopf, in … Mehr Im Schwarzen Moor

Eisenberg – Meine Wasserkuppe im Knüll

Neben dem Knüllköpfchen ist der Eisenberg die höchste Erhebung der Region. Die Informationen des Naturpark Knüll weisen immer wieder auf den Eisenberg hin. Das macht mich neugierig und ich möchte den Eisenberg kennenlernen. Über die ausgeschilderten Wanderwege sind es für mich bis zum Eisenberg etwa 25 Kilometer. Wenn ich am gleichen Tag wieder zurück nach … Mehr Eisenberg – Meine Wasserkuppe im Knüll

Novembergarten mit allen Sinnen

Sonniger November Beim Übergang vom Oktober zum November zeigte sich die gruselige Seite des Spätherbstes. Nasskalt und windig. Die Zeitumstellung brachte noch mehr Dunkelheit. Für ein paar Tage sind nun Sonne und Farbe noch einmal zurückgekehrt. Es tut so gut draußen zu sein. Der Winter wird lang und dunkel genug. Umso wichtiger ist es, jetzt … Mehr Novembergarten mit allen Sinnen

Der Wald erwacht

Leuchtend grüne Blätter an den gerade noch lichten Bäumen. Überall ist es nun MaiBuchenGrün. Aber hat der Wald wirklich geschlafen? Oder ist das nur das, was ich als Mensch wahrnehme? Seit Monaten kenne ich den Wald nur von kurzen Begegnungen. Meist nur einzelne Bäume und die auch nur vom Blick durch Fenster neben dem warmen … Mehr Der Wald erwacht

Käsebrote als Entfernungsangabe für Wanderwege

„Rinnetalblick 2,7 Km“, das war die letzte Entfernungsangabe, an der ich vorbeikam. Dann wird dies jetzt das angekündigte Rinnetal sein. Auch wenn ein konkreter Hinweis auf das erreichte Ziel fehlt. Insgesamt bin ich etwa eine Stunde und geschätzte fünf Kilometer unterwegs. Ich bin froh, dass ich nun nach dem mitgebrachten Käsebrot greifen kann. Eine Bank … Mehr Käsebrote als Entfernungsangabe für Wanderwege

Naturzeit

1 Schnell, schnellVor zwei Wochen war ich schon einmal hier. Eine blühende Bergwiese mit Blick übers weite Land. Die Wiese voller Blüten, aber ich ohne die Muße, auf die Eindrücke zu warten. Ich hatte nicht verstanden, wie besonders dieser Ort, diese Zeit ist. Heute nun der zweite Anlauf. Schnell, schnell, damit ich Schönheit der Landschaft … Mehr Naturzeit

Vorhang auf für den Salbeigarten

1Geplagt von der Dürre des letzten Sommers blieb unter der Felsenbirne nach der Zeit, die einmal Winter genannt wurde, nur eine vertrocknete Fläche. Der Teppich aus einst weißen Waldmeistersternen wurde zu einem staubig raschelnden Gestrüpp und die abgestorbenen Farnwedel legten sich als schützende Decke über die verwitterten Wurzelstöcke der Totholzecke. Doch es beginnt sich zu … Mehr Vorhang auf für den Salbeigarten

Mauersegler und Holunderblüte – Die Sommerboten

Die Mauersegler sind da! Die Flugkünstler, die allabendlich mit ihrem Sriih-Sriih um die Hausecken fegen, sind aus ihrem Winterquartier zurück! Ende April dachte ich noch darüber nach, ob der Winter endlich vorbei ist, und es Zeit für die Freilandaussaat ist, aber nun sind meine ganz persönlichen Sommerboten wieder da. Seit ich entdeckte, dass wir nicht … Mehr Mauersegler und Holunderblüte – Die Sommerboten

Quer – Feld – Ein

Eine Schneise der Verwüstung quert den Waldweg. Ich bin gleichermaßen entsetzt und erstaunt, mit welcher Zerstörungskraft sich hier etwas durch den Wald bewegt hat. Eine Schar mittelalterlicher Raubritter wäre eine leichtfüßige Harmlosigkeit gegen diese Macht, die alles, was an Kraut und Baum im Wege stand, unter sich zermalmte. Und dennoch ist es auch bewundernswert, mit … Mehr Quer – Feld – Ein

Die wagemutigen Vorboten des Frühlings

Eine endlose Schicht aus graubraun zerfallenem Herbstlaub liegt leblos auf dem kalten Waldboden herum. In diese Einöde werden die Vorboten geschickt. Die Vorboten sind dem, den sie ankündigen weit voraus. Der Name sagt es eigentlich, aber jetzt vor dem Frühling wird es besonders deutlich, wie mühsam das Leben der Vorboten ist. Der Frühling, den sie … Mehr Die wagemutigen Vorboten des Frühlings

Sturm

Ein Herbststurm im Frühling? Ich sitze im sicheren Haus und bin dennoch auf der Hut vor der wütenden Kraft des Windes. Vor dem Fenster schaukeln, schlenkern, schwingen drei ineinander verwachsene Eiben. Die Zweige wie fuchtelnde Hände dem Sturm entgegengestreckt. Die Vögel sind seit Stunden unsichtbar. Keine Amsel, die „vom Wind umhergeschleudert wird wie ein schwarzes … Mehr Sturm