Auf dem Hochrhöner rund um die Rhön – Tag 4: Die Worte warten in der Landschaft

Es ist das erste Mal, dass ich vom Frühstück überhauptgarnichts mitnehmen kann. Ob die Familie selbst auch latschige Aufbackbrötchen vom Discounter isst? Die Oma des Hauses ist als Bewacherin für mich abgestellt. Aber vielleicht ist auch der Rest der Familie froh, dass sie sie Mal eine halbe Stunde los sind und sie ihre alten Geschichten … Mehr Auf dem Hochrhöner rund um die Rhön – Tag 4: Die Worte warten in der Landschaft

Draußenleben

1Es ist bereits Anfang Juni, als ich das erste Mal unterwegs bin. Endlich. Das ist meine Art des Draußenlebens. Unterwegssein in meiner Region. Das ist es, wofür ich den Bürojob aufgegeben habe. Ein kleiner Rucksack mit Tagesgepäck, also Tee, Kekse, Notizbuch – hauptsächlich. Und dann raus in den Knüll.Der Winter war auch gut. Ich habe … Mehr Draußenleben

Local Wilderness

1The pavement disappears and wild greenery spreads out, before I even reach the outskirts. The book “The Wild Places” comes to mind. It is Robert Macfarlanes search for the last wilderness in Great Britain. After many extreme and remote hikes, he no longer finds the wilderness only at the farthest reaches of the sea, but … Mehr Local Wilderness

Die Wildnis vor der Haustür

1Noch bevor ich auch nur das Ortsschild erreiche, verschwindet der Bürgersteig und wildes Grün macht sich breit. Mir fällt dazu das Buch „Die Karte der Wildnis“ ein. Robert Macfarlane beschreibt darin seine Suche nach der letzten Wildnis Großbritanniens. Nach vielen extremen und entlegenen Wanderungen findet er die Wildnis nicht mehr nur am äußersten Meer, sondern … Mehr Die Wildnis vor der Haustür

Eisenberg – Meine Wasserkuppe im Knüll

Neben dem Knüllköpfchen ist der Eisenberg die höchste Erhebung der Region. Die Informationen des Naturpark Knüll weisen immer wieder auf den Eisenberg hin. Das macht mich neugierig und ich möchte den Eisenberg kennenlernen. Über die ausgeschilderten Wanderwege sind es für mich bis zum Eisenberg etwa 25 Kilometer. Wenn ich am gleichen Tag wieder zurück nach … Mehr Eisenberg – Meine Wasserkuppe im Knüll

Der kurze Frühling des deutschen Nature Writing

Ich liebe es in den ausführlichen und schön gestalteten Werbebroschüren der großen Bücherketten zu stöbern. Doch so sehr ich auch in den aktuellen Ausgaben nach Titeln des Nature Writings suche, es gibt zu diesem Thema nur noch sehr spärliche Informationen und fast keine Neuerscheinungen mehr. Gerade bei deutschsprachigen Autoren ist es schwierig, etwas zu finden. … Mehr Der kurze Frühling des deutschen Nature Writing

Novembergarten mit allen Sinnen

Sonniger November Beim Übergang vom Oktober zum November zeigte sich die gruselige Seite des Spätherbstes. Nasskalt und windig. Die Zeitumstellung brachte noch mehr Dunkelheit. Für ein paar Tage sind nun Sonne und Farbe noch einmal zurückgekehrt. Es tut so gut draußen zu sein. Der Winter wird lang und dunkel genug. Umso wichtiger ist es, jetzt … Mehr Novembergarten mit allen Sinnen

John Lewis-Stempel „Im Wald – Mein Jahr im Cockshutt Wood“ (2018)

Zu fast jedem Tag macht Lewis-Stempel seine Notizen. Alles liest sich sehr unaufdringlich. Wie nebenbei berichtet er, welche Tiere ihm begegnet sind und was sonst so los war in seinem Wald.   Doch von Anfang an: Eigentlich sitze ich am Frühstückstisch und um mich herum beginnt langsam der neue Tag. Ich mag es, den Tag … Mehr John Lewis-Stempel „Im Wald – Mein Jahr im Cockshutt Wood“ (2018)

Die Bank im Wald

Hey toll, ein Schild weist auf eine Bank mit Blick auf den Pommer hin. Das Schild sieht fast wie selbstgemalt. Ich bin gespannt und freue mich auf die Abwechslung. Nach wenigen Schritten stehe ich neben einer moosbewachsenen Bank im beginnenden Zerfall. Vor der Bank eine Fläche von fünf mal fünf Metern. Ringsherum hohe Sträucher. Die … Mehr Die Bank im Wald

Goldgelb – Unkraut – Kamille

Ich laufe entlang sommerlicher Getreidefelder. Die Ähren sind goldgelb. Zumindest rechts des Weges. Einige wenige Wildkräuter ragen pittoresk aus dem Meer von Ähren. Auf der anderen Seite des Weges, die gleichen Ähren, aber durchsetzt von zahlreichen Disteln und Kornblumen. Ist das eine Feld „normal“ und das andere liegt brach? Vom letzten Jahr ist genug Saatgut … Mehr Goldgelb – Unkraut – Kamille

Sommer (Ersatznotizbuch)

Blitzeblauer, sonnigtrockener Sommer. Als ich loslaufe, zieht plötzlich eine einzige kräftig dunkle Wolke auf und mir fällt das für den Nachmittag vorhergesagte Gewitter ein. Hätte ich doch die Regenjacke einpacken sollen? Ich hatte mir auch einmal vorgenommen, immer einen leichten Schal oder einen dünnen Wollpullover im Rucksack zu haben. Bei dem Vorsatz ist es wohl … Mehr Sommer (Ersatznotizbuch)

Es gibt gar keinen Malstein (Malstein 2)

Nach einer ganzen Weile führt der Weg bergab zu einer pittoresk verfallenen Bank. An den umliegenden Bäumen empfängt mich ein ganzes Wimmelbild von alten, neuen und handgeschriebenen Wegweisern. Einer fällt mir besonders auf „Wanderparkplatz Lichte 7 Km“. Dort komme ich her. Vor dort aus waren es 6,8 Km bis zum Malstein. Irgendwo in dem Wald, … Mehr Es gibt gar keinen Malstein (Malstein 2)

Hasenstrauch 3

Waldschilder – Schilderwald Der Wegweiser Hasenstrauch III zeigt tatsächlich zehn Beschilderungen der unterschiedlichsten Typen.Offensichtlich befinde ich mich an einem Knotenpunkt zahlreicher Wegstrecken. Angefangen von X2 und X9 in schlichtem schwarz-weiß. Bis zum allumfassend unverständlichem „Knüll“. Ein Autobahnkreuz ist deutlich übersichtlicher und geradezu langweilig gegen diese Vielfalt. Elfenwald Doch wer weiß, vielleicht ist es kein Wegweiser, … Mehr Hasenstrauch 3

Winterspuren

Die ersten zwei Kilometer von Hülsa zum Knüllköpfchen kenne ich mittlerweile bei ganz unterschiedlichen Witterungen. Heute hat der Winter das Land endgültig freigegeben, aber seine Spuren sind trotzdem noch sichtbar. Eis und Frost brechen den Belag des Weges auf. Jedes Jahr ein wenig mehr. Die Risse schlängeln sich durch den Asphalt wie ein Regenwurm in … Mehr Winterspuren

Endlich Frühling

Ich freue mich über jede Blüte am Wegesrand. Ich bin sogar etwas stolz darauf, mehr und mehr dieser Blüten auch benennen zu können und zu wissen, ob sie an anderer Stelle des Knülls bereits blühen. Die letzten Blüten des Scharbockskrauts blühen hier oben, wo der Wind über die offene Landschaft fegt. Im eigenen Garten sind … Mehr Endlich Frühling

Mein Baum

Mein Baum empfängt mich zum dritten Versuch, endlich bis zum Knüllköpfchen zu laufen. Der Baum zeigt mir, wie deutlich der Unterschied zwischen Foto und Auge ist. Ich bin jedes Mal begeistert von diesem Baum. Jedes Mal mache ich ein weiteres Foto. Jedes Mal ärgere ich mich zu Hause über das rostige Verkehrsschild. Das Auge sieht … Mehr Mein Baum

Der Wald erwacht

Leuchtend grüne Blätter an den gerade noch lichten Bäumen. Überall ist es nun MaiBuchenGrün. Aber hat der Wald wirklich geschlafen? Oder ist das nur das, was ich als Mensch wahrnehme? Seit Monaten kenne ich den Wald nur von kurzen Begegnungen. Meist nur einzelne Bäume und die auch nur vom Blick durch Fenster neben dem warmen … Mehr Der Wald erwacht

John Lewis-Stempel „Ein Stück Land“ (2014)

Sonntagmorgen. Ich sitze bei einer ersten Kanne Tee und lese „Ein Stück Land“ von John Lewis-Stempel. Im Buch ist gerade Sommer. Lewis-Stempel mäht seine Wiese von Hand, weil der Balkenmäher kaputt ist. Eine berührende Schilderung der Freude und zugleich der Mühe dieser Arbeit. Lewis-Stempel mag sein Land. Es gibt ihm Ruhe und Kraft. Das ist … Mehr John Lewis-Stempel „Ein Stück Land“ (2014)

Zurück auf dem erdigbraunen Feldweg

… merke ich wie sehr mich die winterliche Aura Schnees umhüllt hatte. Der erste Gedanke dazu war sogar „gefangen genommen“, aber das stimmt nicht. Es ist kein Fesseln, kein Festhalten gegen den eigenen Willen. Es geschieht unmerklich und folgt der eigenen Faszination. Erst jetzt, bei der Rückkehr in den beginnenden Frühling, wird klar, wie besitzergreifend … Mehr Zurück auf dem erdigbraunen Feldweg

Noch immer ist es Winter (Hasenstrauch 3)

Ein zweites Mal mache ich mich auf die Suche nach dem fehlenden Stück meiner Vorstellung zwischen Silberberg und Knüllköpfchen. Noch immer ist es bitterkalt. Doch heute fast ohne Schnee. In sonniger Kälte läuft es sich viel angenehmer als über verschneiten Weg. Ganz gleich wie pittoresk Schneelandschaften auf Fotos aussehen. Und doch dauert es eine ganze … Mehr Noch immer ist es Winter (Hasenstrauch 3)

Der Puderzuckerschnee knirscht unter meinen Schritten

Es ist Winter geworden. Ein tiefer kalter Wintertag. Die Sonne glitzert im Schnee. Große blättrige Schneekristalle säumen den Weg. Ich erkunde ein neues Puzzleteil für meine Knüllwanderungen. Damit ich nicht jedes Mal den Weg wieder von vorne laufen muss, habe ich mir eine leicht erreichbare Zwischenstation gesucht. Von dort laufe ich das verbleibende Stück zur … Mehr Der Puderzuckerschnee knirscht unter meinen Schritten

Novemberherbst

Der Novemberherbst hat sich eingeschlichen. Statt milder Herbstsonne und letztem Picknick gibt es immer öfter nebeltrübe und frostige Tage. Heute ist also die Zeit für die depressive Seite des Herbstes, denke ich mir. Bis ich – nach ausführlichem Frühstück und der zweiten Kanne Tee – allerdings losgehe, ist der morgendliche Frost verschwunden und selbst der … Mehr Novemberherbst

Kraniche

Den ganzen Tag schon höre ich die Zugvögel, ohne sie auch tatsächlich zu sehen. Langsam frage ich mich, ob ich sie wirklich da sind, in der Luft über mir, oder ob nur ich sie höre. Der Tag und der blaue Himmel passen perfekt zu einem Schwarm Kraniche. In einem weitgeschwungenen Pfeil ziehen sie ihre Bahn … Mehr Kraniche

Käsebrote als Entfernungsangabe für Wanderwege

„Rinnetalblick 2,7 Km“, das war die letzte Entfernungsangabe, an der ich vorbeikam. Dann wird dies jetzt das angekündigte Rinnetal sein. Auch wenn ein konkreter Hinweis auf das erreichte Ziel fehlt. Insgesamt bin ich etwa eine Stunde und geschätzte fünf Kilometer unterwegs. Ich bin froh, dass ich nun nach dem mitgebrachten Käsebrot greifen kann. Eine Bank … Mehr Käsebrote als Entfernungsangabe für Wanderwege

Annie Dillard „Pilger am Tinker Creek“ (1971)

Annie Dillard wird 1945 im amerikanischen Pittsburgh geboren. Sie studiert Anglistik und schreibt 1968 ihre Abschlussarbeit über Henry David Thoreaus „Walden“(1). 1971 beschließt sie nicht nur „über“, sondern „wie“ Thoreau zu schreiben. Dafür sitzt sie in ihrem „anchor-hold“. So werden Eremitenklausen in ihrer Heimat, den Blue Ridge Mountains im amerikanischen Bundesstaat Virginia, genannt. Ihr Buch … Mehr Annie Dillard „Pilger am Tinker Creek“ (1971)

Die große Wiese

Die große Wiese auf dem Weg zum Schwarzen Moor ist einer meiner Lieblingsplätze. Die Wiese wimmelt vor Bunt. Die Grundfarbe ist das Gelb des Scharfen Hahnenfußes. Dazu überraschend viel Braun und Rosa. Braun nicht als verdorrte Pflanzen oder kahler Boden. Es sind Gräser, deren Spitzen die braunen und rosafarbenen Farbtöne beisteuern. Gleich auf den ersten … Mehr Die große Wiese

Waldschreiben

Ungefragt tauchen Worte und Gedanken auf. Als hätten sie in den Baumwipfeln und selbst zwischen den Brennnesselbüschen gesessen und darauf gewartet, dass ich eine Rast einlege und sie mich umschleichen können. So ist Schreiben im Wald. Wie mag es den Stadtschreibern gehen, die ihre Worte zwischen Betonritzen und im Straßenlärm aufspüren müssen? Ich bin froh, … Mehr Waldschreiben

Fabulieren auf den Fabelwegen des Naturpark Knüll

Der Fernblick ins Rinnetal und das Hexenhäuschen, zwei meiner Schreib-Orte im Stadtwald Lichte. Beide liegen an den neuen Fabelwegen des Naturparks Knüll. Ich beginne damit, meinen Plan vom NaturSchreiben umzusetzen: Ich wandere und schreibe einfach hier, anstatt von fernen Regionen zu träumen und die NaturAutoren, die dort schreiben können zu beneiden.

Zuflucht

Immer wieder entdecke ich kleine Holzhütten. Ein Unterschlupf aus gesammelten Ästen. Wer baut sie? Ganz nah am Wegesrand und doch eine eigene Welt. Ein frischer Farn wächst geschützt im Inneren. Als ich lange und still genug sitze sehe ich einen Baumsämling. Drei weitere. Vier. Klappernde Wanderstöcken und gakelnde Stimmen voll Alltagsgeplapper tönen vom Waldweg hinüber. … Mehr Zuflucht

Baumkinder – Wald ist so viel mehr als Grün

Plötzlich neben mir ein ganzer Wald an jungen Bäumen. Je näher ich heranschleiche, desto schlechter lässt sich die Horde photographieren. Je näher ich heranschleiche, desto mehr Details entdecke ich. Bäumchen halb so groß, wie der Farn um sie herum. Bäumchen, die gerade doppelt so hoch sind, wie das Moos aus dem sie hervorwachsen. Aber trotzdem … Mehr Baumkinder – Wald ist so viel mehr als Grün

Waldbewohner

Sobald ich stehenbleibe, um etwas genauer anzusehen oder Notizen zu machen, höre ich Bienengesumm. Oft recht scheue Tiere, die das Weite suchen, kaum, dass ich sie nicht nur höre sondern auch sehe. Gibt es spezielle Waldbienen und -Hummeln? Eine Schnecke ändert sofort ihre Richtung als ich einen Meter vor ihr stehenbleibe, um sie anzuschauen. Die … Mehr Waldbewohner

Wald

In meinem Kopf ist Wald der Ausdruck für Natur, für dem Wetter verbunden oder ausgesetzt sein, je nach Sonne oder Regen. Für unberührt. Sich selbst überlassen. Der Ort für mir unbekannte Tiere und Geräusche. Der Ort für Schutz, Geborgenheit aber auch für furchtsame Abende, wenn es dunkel wird und ich allein in der offenen Schutzhütte … Mehr Wald

Und wieder hat jemand ein tolles Buch über seine Wanderung quer durch Irgendwo geschrieben…

Ach, könnte ich doch auch bloß durchs Irgendwo wandern. Aber ich wohne ja in Deutschland, da gibt es keinen Wainwright-Trail[1] und ich kann nicht einfach mal wochenlang durch den Yosemite Nationalpark laufen.„Ja dann lauf eben hier rum!“„Hier rumlaufen? Zu was soll denn das gut sein?“„Na, glaubst Du etwa, entlang der Penninen zu laufen wäre eine … Mehr Und wieder hat jemand ein tolles Buch über seine Wanderung quer durch Irgendwo geschrieben…

Mauersegler und Holunderblüte – Die Sommerboten

Die Mauersegler sind da! Die Flugkünstler, die allabendlich mit ihrem Sriih-Sriih um die Hausecken fegen, sind aus ihrem Winterquartier zurück! Ende April dachte ich noch darüber nach, ob der Winter endlich vorbei ist, und es Zeit für die Freilandaussaat ist, aber nun sind meine ganz persönlichen Sommerboten wieder da. Seit ich entdeckte, dass wir nicht … Mehr Mauersegler und Holunderblüte – Die Sommerboten

Der Wald blüht

Die verschiedensten Waldrandsträucher blühen gerade. Der Schwarzdorn ist sogar schon verblüht. Der Weißdorn beginnt gerade erst. Vieles andere, das ich (noch) nicht benennen kann versorgt die Wildbienen mit Nektar und eilige Autofahrer mit einem Lächeln. Bitte verzeiht, namenlose Blütengehölze, dass ich euch nicht besser ansprechen kann. Im Wald drinnen, weit weg vom Gehölzrand, blüht es … Mehr Der Wald blüht

Mit dem Wind eilt das Grün herbei

In Windeseile hat sich das karge Braun des Waldbodens in einen grünen Teppich verwandelt. In „Windeseile“, wirklich? In der menschlichen Sprache klingt es so lautmalerisch. Aber wer weiß das schon so genau, ob der Wind tatsächlich etwas mit dem Grün des Waldbodens zu tun hat. Genauso das „sich verwandelt“. Das klingt nach einem offiziellen Beschluss … Mehr Mit dem Wind eilt das Grün herbei

Quer – Feld – Ein

Eine Schneise der Verwüstung quert den Waldweg. Ich bin gleichermaßen entsetzt und erstaunt, mit welcher Zerstörungskraft sich hier etwas durch den Wald bewegt hat. Eine Schar mittelalterlicher Raubritter wäre eine leichtfüßige Harmlosigkeit gegen diese Macht, die alles, was an Kraut und Baum im Wege stand, unter sich zermalmte. Und dennoch ist es auch bewundernswert, mit … Mehr Quer – Feld – Ein

Die wagemutigen Vorboten des Frühlings

Eine endlose Schicht aus graubraun zerfallenem Herbstlaub liegt leblos auf dem kalten Waldboden herum. In diese Einöde werden die Vorboten geschickt. Die Vorboten sind dem, den sie ankündigen weit voraus. Der Name sagt es eigentlich, aber jetzt vor dem Frühling wird es besonders deutlich, wie mühsam das Leben der Vorboten ist. Der Frühling, den sie … Mehr Die wagemutigen Vorboten des Frühlings

Sturm

Ein Herbststurm im Frühling? Ich sitze im sicheren Haus und bin dennoch auf der Hut vor der wütenden Kraft des Windes. Vor dem Fenster schaukeln, schlenkern, schwingen drei ineinander verwachsene Eiben. Die Zweige wie fuchtelnde Hände dem Sturm entgegengestreckt. Die Vögel sind seit Stunden unsichtbar. Keine Amsel, die „vom Wind umhergeschleudert wird wie ein schwarzes … Mehr Sturm

Muss ich erst sämtliche Tiere und Pflanzen kennen, bevor ich über die Natur schreiben darf? – Ein Selbstversuch zum Nature Writing

Ich kann ja gar kein Nature Writer sein, weil ich nicht so viele Insekten benennen kann, wie Annie Dillard*. Die Vögel, von denen Dara McAnulty* berichtet, muss ich im Lexikon nachschlagen. Und ich wohne auch nicht im Wald wie Henry David Thoreau*. Ich laufe da nur durch. Obendrein lässt sich der Begriff nicht einmal ins … Mehr Muss ich erst sämtliche Tiere und Pflanzen kennen, bevor ich über die Natur schreiben darf? – Ein Selbstversuch zum Nature Writing

Das Schreiben in der Natur und über die Natur – Was ist Nature Writing?

Seit einigen Jahren schreibe ich über meinen Garten. Anfangs ging es sehr konkret um die Auswahl der Tomaten- und Gemüsesorten. Mittlerweile mischen sich immer mehr Texte über Unkräuter, Heilkräuter und die Natur als Ganzes darunter. Es geht also weg vom Garten-Ratgeber und hin zu Natur-Texten. Doch was ist dieses Schreiben über die Natur eigentlich?Ich stöbere … Mehr Das Schreiben in der Natur und über die Natur – Was ist Nature Writing?